Dies und Das...

hier werden Sie Aktuelles und  verschiedene Informationen und Gedanken zu Gesundheitsthemen , Naturheilkunde und zu Schwangerschaft Geburt und Wochenbett finden. Diese Seite ist dazu gedacht nach und nach zu wachsen .

Neuer Trend auf Tic Toc und Instagramm...

es gibt Neben den vielen Trends, wie Geburtskamm, Karten an die Betreuende Hebamme im Kreißsaal mit der man sich schon im Vorfeld für die liebe Betreuung bedankt, einen neuen Trend... 
Das Anfordern des Geburtsberichtes für das Familienalbum. Abgesehen davon, dass dies nett erscheint, wird man meistens nicht viel von dem verstehen, was dort geschrieben steht oder es vielleicht gar nicht lesen können. Leider macht sich kaum jemand von den vielen Frauen, die das in letzter Zeit tun, Gedanken darüber was das Ganze in Kliniken Auslöst. Die Mitarbeiterinnen müssen, die mittlerweile sehr vielen, Anforderungen alle bearbeiten, die Akten aus dem Archiv kommen lassen, Sichten, Kopieren, das Ganze zur Info an Chef, Rechtsabteilung und Geschäftsführung geben,da bisher solche Anforderungen meist zur Aufklärung von vermeintlichen Schadensfällen gemacht wurden und geprüft werden muss ob da etwas auf die Beteiligung zukommen könnte. Dies ist ein enormer Verwaltungsaufwand!!! 
Wenn ihr unbedingt ein Protokoll Eurer Geburt haben möchtet, macht es Euch doch bitte selbst. Mit Euren Worten, Euren Erinnerungen Euren Emotionen.  Das ist viel persönlicher. Und wenn Ihr unbedingt das CTG haben wollt, macht Euch Fotos mit dem Smartphone. 
Ich habe schon vor 30 Jahren direkt nach der Geburt einen Brief an meine Tochter geschrieben, in dem ich alle meine Erlebnisse und Gefühle aufgeschrieben habe und sie hat sich am 18. Geburtstag sehr darüber gefreut.
13.Februar2026

 
Eines vorab: 
Meine Praxis bleibt, wenn auch in deutlich reduziertem Umfang, erhalten und ich freue mich über neue Terminanfragen. 

Neue Wege seit September 2025...

Der am 01.11.2025 in Kraft getretene neue Hebammenhilfevertrag des GKV hat viele existenzbedrohende Veränderungen gebracht.

Dies hat mich  gezwungen nach über 20 Jahren rein freiberuflicher Tätigkeit mit 1:1 Betreuung, Hausgeburtshilfe, Beleggeburtshilfe und Praxisarbeit, den Schritt zurück in das Angestelltenverhältnis zu machen, was mich Anfangs schon etwas beängstigt hat.

Heute bin ich rundum zufrieden und froh diesen Schritt gegangen zu sein. Ich bin ich in einem sehr netten Kolleginnen-Team im Klinikum Saarbrücken Winterberg angekommen. 
Alle Sorgen und Bedenken, nach so langer Zeit aus der Freiberuflichkeit wieder heraus zu gehen, waren zum Glück unnötig. Ich gehe immer wieder mit Freude zum Dienst und kann dort sehr  schöne entspannte Geburten begleiten, wie ich es mir in einer Klinik mit Maximalversorgung bisher nicht vorstellen konnte. 
Auch die, für mich nach so langer Zeit wieder neu zu lernenden, Herausforderungen eines Level 1 Hauses sind spannend und erfüllend. Mich freut besonders der hohe Stellenwert des Bonding. So gut und selbstverständlich umgesetzt habe ich den frühen Hautkontakt zwischen Mutter und Kind bisher noch in keiner Klinik erleben dürfen.
Ich kann "meine Klinik" absolut empfehlen.

Februar2026

 Low-Level-Laser-Therapie 

„Die Behandlung mit niedrigenergetischen Laserstrahlen (Low-Level-Laser-Therapie, LLLT) wurde bisher von der Schulmedizin sehr skeptisch betrachtet. Eine neue Meta-Analyse in Lancet (2009: doi: 10.1016/S0140-6736(09)61522-1) schreibt ihr jetzt eine durch Studien belegte Wirksamkeit zu“ (Deutsches Ärzteblatt, 13. Nov. 2009).
Für naturheilkundlich arbeitende Therapeuten/innen ist diese im Deutschen Ärzteblatt (www.aerzteblatt.org/38937/Low-Level-Laser-Therapie) publizierte Erkenntnis nicht sonderlich überraschend. Seit den 80er und 90er Jahren wird von der Wirksamkeit der LLL-Therapie in zahlreichen Publikationen berichtet. Mehrere Doppelblind-Studien liegen dazu vor. Erst kürzlich hat eine Forschergruppe um Dr. Roberta Chow von der Australian Medical Laser Association in einer wissenschaftlich anerkannten Untersuchung die Wirksamkeit der LLL-Therapie belegt, so dass Kritiker und Skeptiker zunehmend leiser werden.

Was ist ein Laser?

Das Wort Laser ist eine Abkürzung: Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation (dt.: Lichtverstärkung durch stimuliertes Aussenden von Strahlung). Umgangssprachlich meint man mit einem Laser meist einen Apparat, mit dem ein Laserstrahl (d. h. ein gebündeltes Licht einer bestimmten Wellenlänge) erzeugt wird. Verschiedene Laser unterscheiden sich durch verschiedene Wellenlängen und Intensitäten des ausgesandten Lichts. Sie haben je eigene Einsatzbereiche. Um einen Laserstrahl zu erzeugen ist viel Energie erforderlich, die er dann in sich trägt. So ist es mit einem starken Laserstrahl sogar möglich härteste Metalle zu schneiden. Dabei wird das Metall enorm erhitzt und so zum Schmelzen gebracht.
Die Low-Level-Laser, die in der Naturheilkunde eingesetzt werden, arbeiten mit niedriger Spannung (um die sechs Volt) und geringer Stärke (von 0,5 bis 1 Watt). Durch diese Laserstrahlen wird das behandelte Gewebe nicht erhitzt, so dass es keinen Schaden nehmen kann.
Im Unterschied zu einer normalen Lichtquelle (z. B. eine Glühbirne) ist der Frequenzbereich (oder das Farbspektrum) des Laserlichts sehr eng. Der Laserstrahl besitzt nur eine Lichtfarbe, er ist monochromatisch. Das uns umgebende Licht ist mehrfarbig oder polychromatisch. Es setzt sich aus Strahlen mehrerer Wellenlängen zusammen. Die Wellenlänge der Laser wird in Nanometer (nm) gemessen. Es gibt weitere Charakteristika der Laserstrahlen, etwa die Parallelität der Strahlen oder die Kohärenzlänge. Das hier zu erläutern, ginge zu weit und ist auch nicht erforderlich.

Wie kommt der Low-Level-Laser in die Naturheilkunde?

Schon in den 20er und 30er Jahren stellten der deutsche Biophysiker Fritz-Albert Popp und der russische Biologe Alexander Gurvich fest, dass alle Körperzellen bei ihrer Teilung einen schwachen Lichtimpuls (Biophotonen) aussenden, der wohl der Verständigung der Zellen untereinander dient. Dieses „Licht des Lebens“ zeigt sich in allen lebenden Organismen und es strahlt mit einer Wellenlänge zwischen 200 und 800 Nanometer.
Dem ungarischen Ingenieur und Nobelpreisträger Dennis Gabor (er ist auch der Gründungsvater des Hologramms) gelang es in den 70er Jahren diese Wellenlänge zu messen und in einen Laser umzuwandeln. Der Grundstein der Lasertherapie war gesetzt. Heute wird der Laser in der Industrie als Mess- und Schneidewerkzeug, im Alltag etwa als Laserpointer oder in der Medizin als Laserskalpell eingesetzt. In der Naturheilkunde erfüllt der Laser vielerlei Heildienste.

Was bewirkt der Low-Level-Laser in unserem Körper?

Wegen besonderer physikalischer Eigenschaften der Low-Level-Laserstrahlen wird deren Licht, anders als beim „normalen“ Sonnenlicht, nicht schon von der Oberhaut absorbiert, vielmehr dringt es tiefer ins Unterhautgewebe ein und kann dort durch die Stimulation verschiedener Zellen heilend wirken.
Jede Körperzelle besteht aus einzelnen Zellorganellen. Die Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen. Sie bilden ATP (Adenosintriphosphat). Das ATP ist der Stoff, der die Zellen und damit unseren Körper mit Energie versorgt. Die Low-Level-Laserstrahlen regen die Mitochondrien an. Licht einer bestimmten Wellenlänge ist das einzige „Medikament“, das unsere Körperzellen anregt, gesteigert ATP zu produzieren. So wird, wie in einem Solarkraftwerk, Lichtenergie und Zellenergie umgewandelt.
Diese Zellenergie braucht der mensch- liche Organismus zu seiner Regeneration. Zellteilung und Zellstoffwechsel werden durch diese Energie aufrechterhalten, angetrieben und reguliert. Das Ergebnis sind entzündungshemmende, schmerzlindernde und regenerative Prozesse.
Durch die LLL-Therapie werden aber nicht nur Zellen der verschiedenen Binde- und Stützgewebe angeregt, sondern auch das Immunsystem. Die weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die Gesundheitspolizei im Körper, werden durch bestimmte Wellenlängen des Laserlichts aktiviert. Die aktivierten Leukozyten und die dadurch vermehrt produzierten Signalstoffe (Interferone), die noch mehr Abwehrzellen in das geschädigte Gewebe locken, fördern die „Reinigung“ und Heilung des betroffenen Areals. Bakterien, Viren und geschädigte, alte oder kranke Zellen werden schnell und effektiv bekämpft und vernichtet, so dass Platz für neues und gesundes Gewebe entsteht.

Bei welchen Beschwerden lässt sich die Laser-Therapie einsetzen?

Die eingangs erwähnten Studien berichten davon, dass Nackenschmerzen durch z. B. Muskelverspannungen oder Erkrankungen der Halswirbelsäule erfolgreich mit Low-Level-Lasern behandelt werden können. Auch bei Spannungskopfschmerzen und Migräne hat sich die Lasertherapie als schonende Behandlungsmethode bewährt.
Da die Laserstrahlen, ihrer besonderen Wellenlänge wegen, tief ins Gewebe eindringen, lassen sich mit ihnen Muskel, Bänder, Gelenke und tief liegende Nerven erreichen. Beschwerden, die dort verursacht werden, lassen sich gut behandeln. Schmerzlindernd und regenerativ wirken die Laserstrahlen z. B. bei schmerzhafter Arthrose, bei Verletzungen nach Unfällen, bei gereiztem und entzündetem Gewebe. Selbst die empfindlichen und entzündeten Schleimhäute der Harnblase lassen sich durch die tief eindringenden Laserstrahlen erreichen und zur Regeneration anregen. Dank dieser hohen Eindringtiefe der Strahlen wird die LLL-Therapie auch bei der Tinnitusbehandlung eingesetzt. Durch seine spezielle Biomodulation, so ergaben mehrere Studien, lässt sich die Durchblutung der Innenohr- region steigern. Die trägt zur Heilung bzw. Milderung der Beschwerden bei.
Weitere Beschwerden, die sich mit der LLL-Therapie behandeln lassen, ergeben sich fast selbstredend aus der oben beschriebenen Wirkungsweise des Lasers. Alle Wundheilungsstörungen (z. B. Verbrennungen, Beingeschwüre, schmerzende und spannende Operationsnarben) sind Indikationen der LLL-Therapie, ebenso entzündliche Hautveränderungen (z. B. Akne) oder auch Lippenherpes, der im Sommer bei intensiver Sonnenbestrahlung oft zum Problem wird.
In der Naturheilpraxis wird der Low-Level-Laser auch gern zur Stimulation von Akupunkturpunkten eingesetzt. Auch bei Kindern oder bei Patienten/ innen mit einer „Nadelphobie“ ist so eine effektive Akupunkturbehandlung möglich. Hier liegt auch das Geheimnis der Schmerzlinderung durch Low-Level- Laser. Die Laserstrahlen in der Haut erzielen einen ähnlichen Effekt, wie er durch die Stimulation mit Nadeln erzeugt wird. Endorphine (körpereigene Schmerz- mittel) werden in den Hormondrüsen, der Hypophyse und dem Hypothalamus in unserem Gehirn vermehrt ausgeschüttet. Dies wirkt schmerzhemmend.
Der Einsatzbereich der LLL-Therapie ist verlockend groß. Ob sie bei bestimmten Beschwerden die Therapie der Wahl ist, muss vorab in einer gründlichen naturheilkundlichen Diagnose geklärt werden. Heilpraktiker/innen verstehen sich nicht als lokale Reparateure, sondern als Therapeuten, die die Gesamtverfassung eines Menschen im Blick haben müssen.
Jan Laucken, Heilpraktiker


Gedanken zu Geburt, Mindset, Social Media und Internet...

vor einiger Zeit wünschte sich eine knapp über 20 Jährige Frau einen geplanten Kaiserschnitt ohne jede medizinische Indikation.  Grundsätzlich ist das ihre Entscheidung aber ihre Begründung hat mich erschreckt. Sie erzählte mir nämlich, dass sie sich sehr gründlich über Instagramm und tic tock informiert hätte.  Ich muss diese junge, durchaus nicht dumme, Frau mit riesen Augen angeschaut haben, so schockiert war ich über diese Aussage. Im weiteren Gespräch ergab sich, dass sie sehr viele berichte über traumatische Geburten und noch mehr berichte über gute Kaiserschnitte gesehen hat. Dies brachte sie zu der Annahme, dass ein Kaiserschnitt der bessere und leichtere Weg ist ein Kind zu bekommen.  Trotz  aller Information und Erklärung der Risiken konnte ich sie leider nicht davon überzeugen zumindest die Spontangeburt zu versuchen und ggf. auf einen Kaiserschnitt umzuschwenken, wenn sie merkt, dass es wirklich nicht für sie geht.
Das Ende vom Lied....
Sie bekam ihren Kaiserschnitt obwohl die Voraussetzungen für eine natürliche Geburt hervorragend waren (der Muttermund war schon ohne spürbare Wehen einige cm eröffnet und das Kind lag ideal). Ich musste mir wieder einmal sagen; "Ihr Körper, ihre Entscheidung". Dennoch gebe ich zu, dass ich immer wieder den Drang verspüre  Frauen vor einem Kaiserschnitt ohne Grund beschützen zu wollen, weil er sich oft viel zu leicht und einfach vorgestellt wird und er durchaus häufiger langfristige Folgen für Mutter und Kind hat als eine Spontangeburt. 

Solange die Narkose  nach dem Kaiserschnitt wirkte, war die Frau zufrieden aber als die Wirkung nachließ  war sie absolut schockiert darüber, dass es so sehr weh tat. Macht man sich denn vorher keine Gedanken darüber, dass es bei einer fast 20 cm großen, tiefen Bauchwunde große Schmerzen geben wird?  Tagelang fühlte sich  die junge Frau nicht in der Lage aufzustehen, sie hatte sich alles ganz anders vorgestellt und bedauerte ihre Entscheidung sehr. Zudem stellten sich auch noch Komplikationen in der Wundheilung ein.  

Manchmal möchte ich danach einfach sagen: "ich habe doch versucht es dir zu erklären, Du wolltest es aber unbedingt so haben. Bitte akzeptiere jetzt Deine Entscheidung und mache das Beste Daraus." 


Dies ist nur einer von vielen Fällen klassischer Fehlinformation über eine Internet-Bubble.
 

Ich frage mich: denkt denn niemand an die Algorithmen, die dazu führen, dass wir immer wieder das gezeigt bekommen von dem das System meint, dass wir es wollen? 
Ein Beispiel: Ich habe mal für eine mittelalterliche Darstellung nach Nonnengewandungen/ Kleidung Nonne des 12 Jahrhunderts gesucht. Seit dem werden mir ständig Einkleidungen junger Novizinnen und Profess-Videos verschiedenster Klöster auf der ganzen Welt gezeigt. Ich bin weder katholisch und es interessiert mich auch in keinster Weise, dennoch erscheint es immer wieder in meinem social Media Verlauf. Wenn ich also Geburt eingebe und die ersten Videos sehe, wird mir immer wieder ähnliches vorgeschlagen. Dass heißt ich sehe immer wieder das, was ich erwarte und das, was ich zufällig zuerst öfter angeschaut habe.  
Ein Weiteres Beispiel:
Der Hebammenprotest vor einigen Wochen schien mir in Social Media allgegenwärtig. Jeden Tag neue Berichte und Reels. Aber die Tochter unseres Bauern hat davon noch nie etwas gehört. Das macht einem bewusst wie falsch wir das was wir sehen bewerten.
Im Internet tobt sich jeder aus, schreibt Berichte und Erfahrungen und die werden ungefiltert verbreitet. Oft sind Aussagen fehlerhaft,  voll von Halbwissen  oder sehr persönlich gefärbt.
Gerade Geburt ist zum Großen Teil persönliche Wahrnehmung und individuelle Situation. Beeinflusst vom  Intellekt, der Emotionslage und dem sozialen Stand der jeweiligen Person. 
Gefühlt gibt es  nur noch die Geburt durch die rosarote Brille oder das Geburtstrauma. Je nachdem in welche Bubble man gerät, erhält man seine "Vorstellung" von Geburt.

Ein Kind auf die Welt zu bringen ist eine sehr persönliche Grenzerfahrung, deren Empfinden sehr viel mit dem eigenen Mindset zu tun hat. 
UND JA! Geburt tut weh!
Die Wahrnehmung des Schmerzes ist sehr individuell und es gibt viele Möglichkeiten zu helfen, wenn die Frau nicht mehr weiter kommt. Aber wir, die wir bei einer Geburt helfen,  können nicht den Willen ersetzen durch eine Geburt, egal in welcher Form, durchgehen zu wollen.
Ich vergleiche das gern mit einer Leistungssportlerin. Wenn eine Marathonläuferin ihr Ziel erreichen will und sie gewinnen will, dann wird sie alles geben, bis zur völligen Erschöpfung, sie überwindet Krämpfe, Schmerzen und Gefühle des Aufgeben Wollens. Sie läuft weiter, weiter und weiter, bis sie ihr Ziel erreicht hat. Sie denkt vielleicht zwischendurch: " ich kann nicht mehr" aber sie schiebt den Gedanken beiseite, weil sie weiß, dass sie gerade einfach nicht weiter machen möchte weil es gerade so schwer ist, sie aber auch weiß, dass sie durchaus noch weiter machen kann, weil sie das Ziel erreichen will und sie in der Lage ist noch viel mehr zu erreichen.  Sie weiß, dass Ihr lauf im Körper und im Kopf stattfindet. Wie könnten sonst neue Rekorde aufgestellt werden?
Januar2026

was ich mir  als Hebamme von "meinen Frauen" wünsche...

Ich wünsche mir, dass sie ihre Schwangerschaft genießen, dass ihnen bewusst wird, dass eine Schwangerschaft ein ganz natürlicher Prozess ist, der deutlich seltener als gedacht Komplikationen mit sich bringt. Ich nenne deshalb die Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft auch lieber Vorfreudeuntersuchungen. Selbstverständlich ist es gut  regelmäßig mal nach dem Rechten zu schauen aber wir müssen hier kein "Risikomanagement" betreiben. Es sind deutlich weniger Maßnahmen wirklich notwendig als geglaubt.  Ich wünsche mir, dass ihnen bewusst ist, dass sie ganz allein bestimmen, welche der vielen Untersuchungsangebote sie annehmen wollen. Wir als Fachpersonal (Hebammen und Ärzte) können ihnen nur Empfehlungen aussprechen. Nichts ist Pflicht!! 

Ich wünsche mir, dass sie Selbstbewusst ihren eigenen Weg gehen. 

Ein Wort zur Pränataldignostik (Harmonytest etc.)

Am Anfang der Schwangerschaft werden Sie mit der Frage nach vorgeburtlicher Diagnostik (Pränataldiagnostik) konfrontiert. Ich erlebe es immer wieder, dass Frauen diese Tests machen, "damit man weiß das alles gut ist"   und damit  früh das Geschlecht des Kindes erfahren wird.  Bitte machen sie sich im Vorfeld Gedanken darüber, was sie tun, wenn eben nicht alles gut ist beim Bluttest oder bei der Nackenfaltenmessung.  Welche Konsequenzen das für sie hat,  vor welche Entscheidungen sie dann gestellt werden,  Was das mit ihren Gefühlen macht, was das Umfeld mit der Situation macht  und ob sie  bereit sind weitere (invasive) Diagnostik durchführen zu lassen, welche dann notwendig wäre um ggf. eine frühzeitige Geburt auslösen zu lassen. Der Test ist nur wichtig, wenn es für Sie auf gar keinen Fall in Frage kommt ein Kind mit Trisomie 13/18/21  reif zur Welt zu bringen oder wenn sie die vorherige Gewissheit über diese Erkrankungen für sich benötigen.  Bitte Entscheiden sie sich für oder gegen die Pränataldiagnostik erst nach gründlicher Aufklärung und ausreichender Bedenkzeit (mindestens 24 Stunden)


im Jahr 2024...

durfte 73 Kinder auf dieser Welt begrüßen.
Es sind 33 Jungen und 40 Mädchen mit meiner Hilfe geboren worden.
70% sind Spontan geboren
12% mit einem vorher geplanten Kaiserschnitt
11% mit einem ungeplanten Kaiserschnitt und 
7% sind mit Unterstützung einer KIWI  (kleine Saugglocke) vaginal geboren.